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Autoren

Tipps für die Schreibpraxis

Darstellungsformen:

  • Bericht (objektiv)
  • Reportage (subjektiv, darf auch in Ich-Form geschrieben werden)
  • Kommentar
  • Interview
  • Karikatur

Layout

  • Grafik: Gerade bei komplexen Themen und Sachverhalten ist eine Illustration (Grafik, Bild etc.) besonders hilfreich. Es ist daher gut, wenn mindestens eine Illustration oder ein Bild den Text erklärend unterstützt. Sie sollten – wenn möglich – im Format tif, jpg oder pdf sein. (Wenn nötig, kommen wir mit der Digitalkamera vorbei.)
  • Gliederung: Unsere Artikel gliedern sich in Titel, Lead (kurzer Einleitungstext) und Haupttext. Bedenken Sie: Anhand des Titels und des Bildes entscheidet der Leser, ob ihn der Beitrag interessiert. Als zweites schaut er auf den Lead. Dieser soll gluschtig auf mehr machen und nicht schon den ganzen Inhalt verraten. Der Haupttext wird leserfreundlich gestaltet, indem man ihn in etwa gleich grosse Absätze gliedert, und mit Zwischentiteln versehen.Die Gesamtlänge pro Seite beträgt 3200 - 3600 Zeichen, je nach Anzahl Grafiken.

Inhalt

(Inputs aus Göpfert / Russ-Mohl 2000)

Bevor Sie anfangen zu schreiben, verinnerlichen Sie sich die vier Grundfragen:

  1. Wer soll meinen Artikel lesen? Unser Medium ist ein Fachjournal. Sie können also bei den meisten Lesern gewisse Grundkenntnisse voraussetzen. Da man aber nicht immer jeden Fachausdruck präsent hat oder in eine andere Richtung spezialisiert ist, sollten allzu spezifische Fachbegriffe erklärt werden. Generell ist eine möglichst einfache Sprache vorzuziehen.
  2. In welchem Medium erscheint der Artikel: Fachjournal für Forensik, Kriminalistik und Kriminologie.
  3. Wie ist das stilistische Umfeld: Es werden durchgehend wissenschaftliche Themen behandelt und zwar meist von den Experten selbst.
  4. Wieviel Platz steht zur Verfügung: Ein bis zwei Seiten an ca. 3500 Zeichen pro Seite.

Weiter ist es hilfreich, wenn Sie zuerst den Einstieg und den Aufbau zuerst überdenken. Am Besten man legt sich zuerst ein Konzept zurecht. Hilfreiche Fragen könnten sein:

  • Was will ich mit dem Artikel bewirken? (bilden, aufklären, zur Diskussion anregen?)
  • Was ist wichtig? Welcher Einstieg und welcher Schluss bieten sich vom Thema her an?
  • Wie komme ich von einem wichtigen Teil des Berichtes zum nächsten, damit der rote Faden nicht abbricht?
  • Welche Information ist zu schwerfällig und könnte / sollte in einen Kasten ausgelagert werden oder nur angedeutet werden?
  • Stimmen die sachliche und die zeitliche Abfolge des geplanten Artikels?
  • Stehen die Längen der geplanten Absätze in einem vernünftigen Verhältnis zueinander?
  • Was ist besonders schwer verständlich und muss in „leichtere“ Abschnitte eingebettet werden, um dem Leser Erholung zu bieten?
  • Wird die Spannung nicht schon im ersten Absatz abgebaut?

Erzählen Sie jemandem, über was und wie Sie schreiben wollen oder stellen Sie sich eine Person (Arbeitskollege, Verwandte, Bekannte) vor, der Sie davon erzählen. Was würde die Person fragen, was würde sie interessieren?

Einstieg

Der Einstieg soll sagen, worum es geht und – wenn möglich – etwas Spannung aufbauen und die Neugier des Lesers wecken.

Beispiele:

  • Feststellung: Wer beruflich Brände bekämpft, lebt gefährlich.
  • Ausruf: Anthrax? Nein doch nicht, es war falscher Alarm.
  • Rhethorische Frage: Was hat die Behörde aus dem Fall x gelernt?
  • Zitat: „So, jetzt stinkt es nicht mehr.“ Hauptmann H.M. hat Recht.
  • Beschreibung, die Neugierde weckt: Der Drink ist geschmacklos, farblos und geruchlos, ohne jeden Nährwert und spottbillig. (Wasser)

Aufbau

Zum Weiterfahren gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Die umgekehrte Pyramide: Das Wichtigste (bzw. das am Aufmerksamkeit Erregendste) kommt zuerst, dann die zweitwichtigste usw. Ist bei einem längeren Artikel nicht immer von Vorteil, gerade wenn man Spannung erzeugen möchte.
  • Die klassische Gliederung mit Haupt- und Unterkapiteln, wie bei Universitätsarbeiten, ist für journalistische Texte nicht sehr geeignet. Für die Gliederung der Fakten nach Wichtigkeit ist sie jedoch sehr hilfreich (Hauptkapitel: wichtige Fakten, Unterkapitel: Details, ergänzende und weniger wichtige Fakten).
  • Ein Ablauf oder Prozess, der beschrieben wird, bietet meist eine implizite Struktur, die genutzt werden kann. Meist sind dies Berichte wie jemand etwas tut, z.B. über einen Forschungsablauf.
  • Chronologie: Ein persönliches Erlebnis kann chronologisch erzählt werden. Dabei erzählt der Autor auch seine Eindrücke und Empfindungen, seinen Austausch mit anderen Personen. Dies kommt einer Reportage gleich. Vorträge, Tagungen oder wichtige Phasen in Experimenten eignen sich für eine solche Form.

Schluss

Ein überzeugender „knackiger“ Schluss ist sehr wichtig für den Gesamteindruck des Artikels. Es wäre schade, die Geschichte einfach versanden zu lassen. Eine Zusammenfassung, eine Verallgemeinerung oder eine Schlussfolgerung sind gerade bei längeren Artikeln erwünscht. Darin kann die Leitidee nochmals deutlich gemacht werden, das Gesagte im grösseren Kontext verankert werden oder die Bedeutung für die Zukunft herausgestellt werden.